Alleinerziehende

Zur Podiumsdiskussion der WJ Freiburg:
Alleinerziehende
Geleit  
Diese Ausgabe des „Stupf“ ist den Opfern derjenigen Alleinerziehender zugedacht, die auf deren Treiben rechtlos gestellt, wirtschaftlich ruiniert, bis zur Zerstörung der Persönlichkeit erniedrigt und nicht selten in den Suizid oder zu anderen Verzweiflungstaten gedrängt werden. Opfer, das sind die zwangsverwaisten Kinder, deren entrechteten Elternteile, Großeltern, Tanten, Onkel, Freunde
  
Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen Alleinerziehender
 

 
Wirtschaftsjunioren entdecken Alleinerziehende
 
Freiburg: Eine der ältesten Gruppen drängt seit geraumer Zeit immer stärker ins öffentliche Interesse. Wer diesen Personenkreis bildet, wie er sich im gesellschaftlichen und rechtlichen Leben selbst sieht und gesehen wird, gesehen werden will, versucht eine Podiumsdiskussion aufzudecken.
 
Alleinerziehende/r. Vergeblich sucht man diesen Begriff in den großen Enzyklopädien Meyers, Brockhaus oder Herder. Literatur zum Thema findet sich dagegen zuhauf in den Bereichen Psychologie, Sozialwissenschaft und Pädagogik. „Allein erziehen“ heisst ein Büchlein und lässt hoffen, wenigstens dort zum Begriff fündig zu werden: „Die Situation, die im Lebensplan nicht gewünscht und auch nicht vorgesehen war, dass man mehr oder weniger plötzlich ohne Partner dasteht und alle Verantwortung für die gemeinsamen Kinder allein tragen muss“.
 
Eine sehr begrenzte Sicht, die zeigt, wie wichtig das Unterfangen der Wirtschaftsjunioren wiederum unter Federführung des Arbeitskreises „Soziales“ angesehen werden muss, Licht in die Vielfalt der familienpolitisch gesellschaftsverändernden Gruppe zu bringen.
 
Alleinerziehende: Sind dies nicht Mütter und vereinzelt Väter, die ihre Kinder ohne den anderen Elternteil erziehen? Wie vielschichtig können die Gründe für das Alleinerziehen sein und ebenso unterschiedlich treten diese Gruppen ins Bewusstsein der Gesellschaft.
 
Das Allein-erziehen dürfte so alt sein wie die Menschheit selbst und die häufigste Ursache wird wohl der Tod eines Elternteils z.B. durch Jagd und Krieg gewesen sein. Im Laufe der Zeit und besonders rasant in jüngerer Vergangenheit haben sich die Gründe nicht zuletzt aufgrund veränderter gesellschaftlicher Bedingungen grundlegend geändert.
 
Alleinerziehender wird man nur noch selten durch Verwitwen. Weitaus häufiger liegen die Gründe im Streben nach Selbstverwirklichung. Um dieses Zieles willen werden dann schon Beziehungsgeflechte der Kinder zum Partner und darüber hinaus dessen Familie geopfert oder, als jüngsten Trend, erst gar keine aufgebaut.

 

Familienrechtlicher Leitsatz in Bonn bestätigt Elternwohl vor Kindeswohl
 
Bonn: Der viel zitierte Anspruch, dem Kindeswohl zu genügen, widerspricht die Familienrechtspraxis. Familienrichter Fuß, Köln, begründet dies anlässlich der UNICEF-Veranstaltung „Kleine Menschen – Große Rechte?“ zur Vorstellung der Kinderkonvention am 19.09.1989.
 
Der Eindruck, den die Öffentlichkeit über den Stellenwert des Kindeswohles vermittelt bekommt, ist offensichtlich korrekturbedürftig. Die Vorgaben sowohl höchstrichterlicher Entscheidungen als auch gesetzlicher Vorschriften, nach denen sich die richterlichen Entscheidungen am Kindeswohl zu orientieren hätten, wurden relativiert. Richter Fuß bestätigte, dem Kindeswohl am ehesten dann zu entsprechen, wenn die Eltern gleicher Meinung seien. Würde jedoch aufgrund unterschiedlicher Auffassung der Eltern hinsichtliches des Kindeswohles gestritten werden, müsse dem Elternwohl Vorrang eingeräumt und zur Richtlinie der Entscheidung werden. Aus naheliegenden Gründen wird dann das Sorgerecht für das Kind der Mutter gegeben. Eine sich (durch die Entmündigung des anderen Elternteiles) wohlfühlende Sorgeberechtigte böte die beste Gewähr für das Wohl des Kindes.
 
Mit dieser an Naivität kaum zu überbietender vordergründiger Sicht wird die Wahrheit verdrängt. Das höher anzusetzende Rechtsgut des Kindes auf Erziehung und Versorgung durch seine Eltern wird in unzulässiger Weise missachtet. Diese Rechtswillkür als tägliches Brot des Familienrichters lässt sich mit keinem Gesetz begründen.
 
Nicht nur aufgrund mahnender Erziehungs- und Rechtswissenschaftler, auch im Zuge eines gemeinsamen Europa müssten sich die Richter mit den Verhältnissen der Nachbarstaaten beschäftigen, um zu erkennen, welchen Irrweg sie beschreiten und heute noch arrogant als alternativlos bezeichnen.
  
Entkrustung des Talars
 
Ein Richter erhebt seine Stimme 
Kamen: Mit vorsichtigen Worten prangert Richter Dickmeis die prozessualen Abläufe bei Familiengerichtsverfahren an und leuchtet etwas hinter die Kulissen beteiligter Institutionen (Jugendämter, Schulämter u.a.).
 
In seinem Artikel „Die gemeinsame Sorge – ein engagiertes Plädoyer“, erschienen im „Zentralblatt für Jugendrecht“ 2/89 stellt er ein Fragezeichen hinter das Wirken von Gerichten und Jugendämtern.
 
Er sagt: „In den Fällen aber nun, die hinsichtlich des besseren Weges für das Kindeswohl zwischen Eltern strittig sind, erwarten die Betroffenen zu Recht Unterstützung und Hilfe; was ihnen aber entgegen ihrer Erwartung geboten wird, ist staatlicherseits verordnete Konfliktverschärfung …. Sieger oder Verlierer….
 
Ich behaupte: Das gerichtliche Verfahren dient eher einer staatlichen Selbstbestätigung, es hilft den Beteiligten kaum: Zielsetzung und Arbeitsweise staatlichen Handelns müssen ganz erheblichen Zweifeln ausgesetzt werden.
 
Das Kindesgrundrecht, dem unsere Tätigkeit zuguten kommen soll, besteht darin, dass alles dafür getan wird, das Verbleiben der Eltern in ihrer elterlichen Verantwortung zu sichern…
 
Die Familie bleibt im Hinblick auf die Wahrung des Kindeswohls autonom, ein Eingreifen des Staates kraft seines Wächteramtes nach Art. 6 II Satz 2 GG scheidet aus.
 
Wahrung und Wiederherstellung dieser Familienautonomie sind bindendes Recht von Verfassungsrang. Unter Beachtung dieses Prinzips muss die im Rahmen des § 1671 BGB zu stellende Frage deshalb lauten: Was zwingt anhand der Tatsachen der konkreten Einzelfallsituation eine Scheidungsfamilie zur Sorgerechtsübertragung auf einen Elternteil – und damit zur Entrechtung des anderen Elternteils?
 
Die Trennung der Eltern für sich betrachtet stellt allenfalls eine abstrakte Gefährdung des Kindeswohls dar. Denn jedem Elternteil steht auch das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Trennung zu; also ist die Trennung für sich betrachtet kein Entrechtungsgrund.
 
Eine Entrechtung eines Elternteils kann deshalb nur dann begründbar sein, wenn über die Trennung hinaus besondere, den Tatbestand der Kindeswohlgefährdung erfüllende Verhaltensweisen des § 1666 BGB bei einem Elternteil vorliegen; erst ein solcher Sachverhalt begründet die Notwendigkeit des richterlichen Eingriffs in das Elternrecht.
  

 
Jugendamt – Fluch oder Segen ?
 
 
Seit der Einrichtung von Jugendämtern, ab Juli 1922 als Organ der öffentlichen Jugendhilfe den Gemeinden gesetzlich vorgeschrieben, haben sich die Betätigungsbereiche ausgeweitet.
 
Im Laufe der Zeit entwickelten diese Einrichtungen ein Eigenleben, welches heute nicht mehr kontrollierbar ist. Wenn die Tätigkeit der Jugendämter in vielen Bereichen sicherlich wichtig und tatsächlich zum Segen der Betroffenen ausfällt, haben diese Institutionen heute Bereiche in einer Weise infiltriert, die den Betroffenen zum Fluch und sogar Grund zur Flucht geworden ist.
 
Diese Feststellung haben nicht nur die Betroffenen, denen in arroganter Weise jede Beurteilungsfähigkeit abgesprochen wird, sondern neuerdings auch Fachleute getroffen. So beklagen beispielsweise Familienrichter Dickmeis die Art und Weise jugendamtlicher Tätigkeit und Ullmann die obligatorischen Verletzungen der Europ. Menschenrechtskonvention, andere Menschenrechtspakte („Menschenrechtliche Probleme bei der Tätigkeit der Jugendämter im Rahmen von § 48 a JWG“, Amtsvormund April Mai 1988) und gar zahlreichen Verstöße gegen das sonst so streng gehandhabte Heilpraktikergesetz („Zur unerlaubten Ausübung der Heilkunde durch gerichtspsycholog. Institute in Sorgerechtsverfahren“, ZfJ 2/89). Nicht widersprechen kann man angesichts der immer wieder zutage tretenden Ungeheuerlichkeiten jugendamtlicher Eingriffe der Quali- und Klassifizierung als kriminelle oder terroristische Vereinigungen. Das Jugendamt Freiburg mit seinem spaltzüngigem Leiter Prof. Dr. Mehl macht da keine Ausnahme. Zu seinem bzw. seiner Mitarbeiter Handwerkszeug gehören Bespitzelung, Erpressung und Verleumdung ebenso wie Kindesverschleppung. Als einer der schlimmsten sei der Fall Binckli angesprochen. Hier hat Prof. Dr. Mehl im Zusammenwirken mit Justiz und Kirche ein Exempel von Amtswillkür und -terror praktiziert, was bundesweit Entsetzen ausgelöst hat (Siehe „Le cas Binckli“).
 
Zur Unterstützung Alleinerziehender, den nichtsorgerechtigten Elternteil möglichst auszuschalten, ist z.B. Erpressung ein häufig angewandtes Mittel (Drohung mit endgültigem Abbruch des Eltern-Kind-Kontaktes). Stasi lässt grüßen. Weitere Beispiele hier im „Stupf“.
 

 
Amtlicher Kindesraub
 
Ein ev. Pfarrerehepaar suchte wegen Kinderlosigkeit ein Kind. Im Bereich des Jugendamtes Ravensburg wurde es fündig: Eine junge Frau hatte ihr zweites nichteheliches Kind nicht, wie vom Amt gefordert, abgetrieben, sondern es in Achtung vor dem Leben ausgetragen. In der Folge wurde die Mutter derart unter Druck gesetzt und zur Unterschrift zur Herausgabe des Kindes genötigt. Obwohl die Mutter diese Unterschrift umgehend widerrief, blieb das Amt hart und verschleppte kurzerhand das neunmonatige Kind. Nach fast drei Jahren bekam die Frau vom OLG bestätigt, dass ihre Unterschrift ungültig gewesen sei. Ihr Kind hat sie jedoch bis heute nicht bekommen, weil sie es so lange nicht gesehen hatte.
 

 
Fall Zielke

Abschiebung von Kindern in Pflegeheime
Ende 1988 ging ein skandalöses Behördenkapitel zu Ende. Nach dem Tod der Mutter im April 1987 begann der Leidensweg der zehnjährigen Bettina. Kurz danach stellte das Jugendamt Darmstadt beim Vormundschaftsgericht den Antrag, dem nach der neunten Operation erblindeten Vater das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen. Dem wurde entsprochen und das Kind in ein entferntes Heim verbracht. Dem Vater wurden dann sehr schnell Kontakte und Besuche verboten. Versuche der Tochter, zu telefonieren, unterbunden. Geschenke wurden zurückgehalten.
 
Die Süddeutsche Zeitung berichtete im November 1988 ausführlich zu diesem Fall, der Bayrische Rundfunk ebenfalls. Dann, nach einem Federstrich eines Amtsrichters, durfte das Kind wieder zu seinem Vater.
 
Die „Ärzte-Zeitung“ in einem mahnenden Artikel vom Dezember 1988 dazu: „Diese Missstände sind nicht länger hinnehmbar“. An diesem langen Leidensweg des Kindes über den Kinderhof Fürstengrund in Bad König und die Kinderpsychiatrie Eltville waren insgesamt über ein Dutzend Rechtsanwälte, Psychologen, Ärzte, Erzieher sowie Vertreter der Jugendämter involviert.
 
Der Münchner Anwalt Frey sieht in dieser häufig geübten Vorgehensweise, die gewaltigen Heimplatzkapazitäten aus Kostengründen unbedingt auszulasten, gesellschaftspolitisch einen Riesenskandal und in jedem Einzelfall eine menschliche Tragödie.
 

 
Morast und Filz
 
Deutsche Familiengerichtsbarkeit und Ämterklüngel
 
Im Schatten Alleinerziehender (alle Nichtverheirateten und über 98 % der Geschiedenen) entrechteter Kinder und Elternteile blüht die Willkür. Die Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags im Mai 1990 zum sog. „Nichtehelichen Umgangsgesetz“ offenbarte erneut die völkerrechtswidrige und menschenrechtsverletzende bundesdeutsche Familienrechtspraxis. Doch weder die inzwischen zu diesem beschämenden Sachverhalt erschienenen Bücher und Aufsätze in Fachzeitungen, noch öffentliche Appelle beeindrucken die Familienrichter und deren in der Folge tätigen Kollegen.
 
Wie auch. Die Arroganz heutiger Richter und unfasslich. Während sie und alle ihrer Vorgänger nahtlos aus der Nazijustiz in die neue Republik übernommen wurden (für die Juristen hat im Mai 1945 der Zusammenbruch nämlich nicht stattgefunden: „Zu einer Neubesinnung waren die Richter des Dritten Reiches nicht bereit… Der daraus resultierende Verlust an Rechtskultur wirkt bis heute nach und erweist sich als einer der dauerhaftesten Erblasten“, Müller in „Furchtbare Juristen“), erheben sie sich über die Juristen der ehemaligen DDR und führen sich auf wie Oberlehrer in Sachen Recht.
 
Familien- und Kinderschutz wird im Grundgesetz der BRD groß geschrieben. Ebenso in den zahlreichen in Bundesrecht transformierte internat. Menschenrechtspakte; auch in der Kinderkonvention von 1989, die die extrem negativen Erfahrungen mit manchen Alleinerziehenden berücksichtigt. Aber nur auf dem Papier und in großen Reden.
 
Wer sich mit Menschenrechtsverletzungen in der BRD beschäftigt, kommt nicht umhin, zu erkennen, insbesondere in Juristen, die i.w.S. mit dem Familienrecht zu tun haben, Wölfe im Schafspelz zu sehen. Dies soll an einigen Beispielen und Zitaten aufgezeigt werden:
 
„Everyone, including aliens, could apply to the Federal Constitutional Court claiming violation by a public authority of a right guaranteed by the Constitution or by the Covenant“. Dies erklärte die Bundesregierung vor der Weltöffentlichkeit in der UNO, ohne jedoch die Rechnung mit der Justiz zu machen. Bundesverfassungsgerichtspräsident Herzog stellte im Gegensatz dazu in einer Entscheidung klar: „Eine Verletzung der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen oder des internat. Paktes über Bürgerliche und Politische Rechte kann mit einer Verfassungsbeschwerde nicht gerügt werden“. Obwohl die Juristen somit jedem Menschenrechtspakt den Boden entziehen, spielen sich bevorzugt deutsche Politiker jeder Couleur weltweit ungeniert als „Gralshüter der Menschenrechte“ auf.
 
Juristen und vollziehende Gewalt unternehmen jede erdenkliche Verdrehung und Entstellung geltenden Rechts und brillieren mit juristischen Zauberkunststückchen, um eine Rechtsfortschreibung zu unterbinden.
 
So ist bisher kein Richter dem Rechtsanwendungsbefehl des Art. 25 GG (Völkerrecht Bestandteil des Bundesrechts) gefolgt, selbst wenn sich der Kläger auf völkerrechtliche Regelungen berief.
 
Exemplarisch steht das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau vom 18.12.1979.
 
In den Art. 5 und 16 sind die Eltern-Kind-Verhältnisse geregelt. So besagt z.B. Art. 16 (1):
 
„d) gleiche Rechte und Pflichten als Eltern, ungeachtet ihres Familienstandes, in allen ihre Kinder betreffenden Fragen; in jedem Fall sind die Interessen der Kinder vorrangig zu berücksichtigen„.
 
Welcher nicht verheiratete oder geschiedene Vater hat freien Zugang zu seinem Kind, welcher erfährt etwas über Probleme in der Schule u.a.m.?
 
Juristen sollte es nicht verborgen geblieben sein, dass in Anwendung der Lex-posterior-Regel das UN-Recht alle früheren, damit in Widerspruch stehenden Vorschriften ausser Kraft setzt. Dem gemäß hat das BverfG in mehreren Entscheidungen festgestellt, dass ein Zustimmungsgesetz nach Art. 59 II GG einen Rechtsanwendungsbefehl erteilt, der den rechtsfortschreibenden Richter bindet (BverfGE 63, 343 (358(; 58, 233 (254).
 
Der Justiz und der vollziehenden Gewalt (Jugendamt Prof. Dr. Mehl, Oberschulamt Prof. Dr. Kindler und Prändl) muss vorgehalten werden, dass die bisherigen Familien- und Schulrechtspraxis, diesen höchstrichterlichen Rechtsanwendungsbefehl zu missachten, nichts anderes bedeutet als eine Miss- und Verachtung rechtsstaatlicher Grundsätze (Rechtsverweigerung) mit der Folge der Ausschaltung verbriefter Menschenrechte.
 

 
Ein Menschenrechtsbonbon aus Freiburg:
 
 
Im Deutsch-Französischen Gymnasium prallen französische und bw Landes-Schulrecht unter einem Dach aufeinander. Hier wird die menschenrechtswidrige Diskriminierung des betroffenen deutschen Elternteils als auch seines Kindes offenkundig. Das Szenario: während der nichtsorgeberechtigte Franzose jedwede Auskunft erhält, wird der nichtsorgeberechtigte Deutsche „mangels berechtigten Interesses“ mittels Polizeieinsatz unter Gewaltanwendung vom Schulgelände entfernt und sieht im Wiederholungsfalle einer Beugehaft entgegen.
 
In der eingangs genannten Anhörung erklärten die Herren Rotax „In diesem Punkte sind uns viele unserer Nachbarn ein deutliches Stück voraus“ und Prof. Dr. Schwab „Darüber hinaus fällt aus, dass einige Rechtsordnungen den Gegensatz „Sorgerecht – Umgangsbefugnis / Auskunftsrecht“ aufbrechen, indem sie versuchen, dem nichtsorgeberechtigten Teil Mitwirkungs- und Aufsichtsrechte in wichtigen Fragen einräumen. Auch dahinter steht die Vorstellung von einer im Prinzip gemeinsamen Verantwortung auch der nicht miteinander verheirateten Eltern für ihr Kind. Die Umschau ergibt, dass das Recht (genauer die Rechtspraxis) der BRD auf diesem Feld eine Aussenseiterrolle spielt…“ Der Deutsche Juristinnenbund beklagt, dass das Verfassungsgebot des Art. 6 Abs. 5 GG (Nichteheliche Kinder haben gleiche Rechte wie eheliche) bis dato nicht erfüllt ist. Der Deutsche Richterbund dagegen wehrt sich skrupellos gegen jede Anpassung der bestehenden Familienrechtspraxis an geltendes nationales und internationales Recht. Und wenn sich unter dieser Einstellung Richter zu Garanten der Menschenrechte erklären, wie es in Freiburg am 18./19.01.1991 anlässlich der Fachtagung „Menschenrechtsschutz – (k)eine Aufgabe für Juristen“ geschehen ist, machen sich Böcke zu Gärtnern. Und keiner steht auf.
 

 
Alleinerziehen hat einen Preis: 9.000 Krisentote
 
Familientragödien fordern mehr Tote als Straßenverkehr
 
 
Im Frühjahr 1989 rauschte die erschütternde Meldung durch den Blätterwald: mit mehr als 9.000 Toten in Verbindung mit Familientragödien wird die Zahl der Verkehrstoten überschritten. Somit müsste eigentlich jedem Denkenden verdeutlicht sein, dass dies ein Alarmsignal höchster Priorität ist. Die Auswirkungen der „Familientoten“ auf die gesellschaftliche Struktur und Entwicklung sind kaum absehbar, tiefwurzlig, komplex: mit einem Wort: weitaus verheerender als durch Verkehrstote. Letztere bedeuten i.d.R. eine eine Zäsur, die urplötzlich in ein familiären Geflecht einbricht: zeitigen dennoch kaum irreparable Dauerschäden.
 
Wie anders sieht dies bei der ersten Gruppe aus: der Tote als aufbrechendes Geschwür einer Familientragödie ist Folge einer längeren, höchst belastenden und lebenszerstörenden Entwicklung. Er ist die ins öffentliche Bewusstsein gebrochene Spitze eines gewaltigen Eisberges kontinuierlicher, demütigender Zerstörungsprozesse, niemals jedoch Endpunkt. Das Leid der Zurückgebliebenen wird verschärft, die Zerstörung familiärer Beziehungsgeflechte weiter betrieben. Nicht ohne Grund verlieren auffälligerweise Kinder aus solchen Verhältnissen häufig endgültig den Boden unter ihren Füßen. Den Kindern werden Identifizierungs- und Integrationsmöglichkeiten verwehrt, wenn man sie grundlos, jedoch systemkonform, ihrer Elternteile beraubt (Scheidung, Nichtehelichkeit). Die von den Familienrichtern gewillkürte Vaterlosigkeit der Kinder ist ein Verbrechen gröbsten Ausmaßes. Jeder Richter, der die fundamentalen Bedürfnisse eines Kindes den Interessen Erwachsener hintanstellt, treibt es in die Verwahrlosung.
 
Die Drogenszene liefert einen entsprechenden Hinweis: während Kinder aus einem bestehenden Familiengeflecht gut therapiert werden können, verschlechtert sich die Situation bei denen mit gestörten oder gar zerstörten Beziehungsgeflechten. Die Folge der emotionalen Entwurzelung sind gravierend und gesellschaftsbelastend wie – verändernd.
 
Christa Meves sagt unter dem Eindruck von 130.000 Scheidungswaisen und 9.000 Verzweiflungstoten im „Münchner Merkur“ vom 6. März d.J. „… dass Scheidungsschicksal eine oft lebenslange psychische Beeinträchtigung bedeutet. Der Große Bestand an frustierten, entwurzelten Kindern und jungen Menschen, deren Verzweiflung sich als eine verallgemeinerte Aggressivität oder Entmutigung äußert, sollte eine Mahnung zum Nachdenken an alle Verantwortlichen sein ….“
 
Familienrichter müssten sich endlich klar darüber werden, dass sie es sind, die häufig ein mehr oder weniger konfliktbegleitetes Leben (oder besser Darben?, Siechen?) einläuten und folglich unmittelbar persönlich verantwortlich sind. Angesichts der Tiefe und Brutalität der Zerstörung verwundert die Seltenheit, dass derjenige dann „seinen“ Richter oder Sozialarbeiter mitnimmt, wenn er seinem zerstörten Leben ein Ende setzt.
 

 
Grausames Ende deutscher Familienrechtspraxis
 
Kind am Galgen
 
In der „Süddeutschen Zeitung“ berichtete Karl Forster über eine Tagung des Staatsinstitutes für Frühpädagogik (IFP), die unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. W. Fthenakis stand. Ein „eklatanter Mangel an Wissen“ (und Wollen?) um die gemeinsame Weiterbetreuung des Kindes herrsche auch bei den Rechtsanwälten, die in vielen Fällen Kinder sogar als „Waffen“ einsetzen. Auch die meisten Jugendämter torpedieren jeden Versuch, als Eltern gemeinsam die Verantwortung für das Kind zu tragen. „Eine fatale Situation für die Kinder. Wir müssen weg vom Glauben, eine Scheidung müsse Sieger und Besiegte haben.“
 
Das Staatsinstitut prangerte weiter an, dass das alleinige Sorgerecht eine Garantie darstelle für „laufend weitere Gerichtstermine“. Würde ein Elternteil seiner Erziehungsverantwortung beraubt, so riefe dies „gefährliche Frustationen“ hervor, die nicht selten tödlich enden.
 
Pro Jahr werden 100.000 Kinder durch Scheidung zu Halbwaisen verstümmelt (alle 5 Minuten!); derzeit gäbe es etwa zwei Millionen Kinder „zwischen den Stühlen“. „Dies ist eines der größten sozialen Probleme der Bundesrepublik“, mahnte Prof. Fthenakis und verteilte zur Dokumentation des seelischen Zustandes eine Zeichnung eines elfjährigen Scheidungskindes: Er sieht seine Eltern im Folterturm und sich selbst am Galgen hängend.
 
 
Le cas Binckli
 
Im weiteren Verlauf entführte die Polizei den Ältesten von der Schule, die anderen Kinder wurden wenig später während eines Verhandlungstermines auf dem Vormundschaftsgericht (Richter Fentzke) unter falschen Angaben durch die Behörden entführt und bis heute versteckt, verschleppt.
 
Das fünfmonatige Baby gab man der Mutter zurück, weil sie noch stillte. Mit dem Ältesten, Joèl, hatte der Vater heimlichen Kontakt, bis der Bub ihn bat, ihn mit nach Hause zu nehmen. Die Eltern benachrichtigten die Behörden davon. Wenig später wurde dr Vater in Haft genommen. Die Mutter tauchte mit Joèl unter und wurde jahrelang per Haftbefehl gesucht. Die Eltern haben ihre übrigen Kinder seit nunmehr über vier Jahren nicht mehr gesehen. Kontakte werden ebenso verboten wie Geschenke nicht weitergeleitet werden.
 
Sämtliche Behörden stellen sich taub, beachten nicht die 2.000 Unterschriften. Jediglich Joèl und Aniel, die mit ihrer Mutter jahrelang im Untergund leben mussten, können seit einiger Zeit duch Einsatz von Alt-Bundespräsident Carstens ein normales Leben mit ihren Eltern führen; die übrigen vier Geschwister hält Prof. Dr. Mehl bis heute verschleppt und unterbindet jede Kontaktaufnahme, jedes Geschenk an sie. Über diesen an Grausamkeit kaum zu übertreffenden Akt des Freiburger Behördenfilzes informiert ausführlich: Unser Vorstand !!!

Schreibe einen Kommentar