Mike-JA

Mitschuld von Jugendamt und Familiengericht am Tode des Kindes ?

 
In der Schwurgerichtsverhandlung um den Mord ??? an dem kleinen Mike vom 01.11.1988

(siehe Hannoversche Allgemeine / HAZ und Neue Presse / NP vom 02.11.1988) stellte der Vorsitzende Richter Kuhtz dem zuständigen Sozialarbeiter des Stadtjugendamtes Hannover voller Empörung die entscheidende Frage:
  
WOZU SEID IHR EIGENTLICH DA ?
 

 
Damit hat Richter Kuhtz das Problem der heutigen Sorgerechtspraxis mit einem Satz auf den Kernpunkt gebracht.
 
Gemäß einem Schreiben der Rechtsanwälte Kienitz und Partner an das Amtsgericht Wennigsen vom 13.01.1986 hat die angeklagte Mutter des toten Kindes bereits damals in ihrer ersten Scheidungssache auf mehrfache Aufforderungen des Kreisjugendamtes Hannover, sich zu melden, nicht reagiert. Dessen ungeachtet schrieb das Kreisjugendamt Hannover dem Amtsgericht Wennigsen am 03.02.1986: äDa nichts Nachteiliges bekannt ist, kann davon ausgegangen werden, dass Mike am besten bei seiner Mutter aufgehoben ist.“ Einen Tag später sprach Scheidungsrichter Pusch der heute unter Mordanklage stehenden Mutter das Sorgerecht über Mike zu. Die äVerhandlung“ (Anhörung der Elternteile und des Kindes nach § 50 a und 50 b FGG ???) dauerte nach Angaben des leiblichen Vaters von Mike vier Minuten.
 
Gemäß den Aussagen der Mutter vor dem Schwurgericht ist diese bereits im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mehrfach von zu Hause äausgerückt“ und wurde von der Polizei wieder den Eltern zugeführt. Gemäß Bericht der HAZ vom 02.11.1988 hat die Kindesmutter das Kindesalter noch heute nicht verlassen.
 
Hat bereits das Kreisjugendamt Hannover all dies nicht untersucht und damit grob gegen seine Ermittlungspflicht (§ 48 a Jugendwohlfahrtsgesetz) verstoßen, als es bei der ersten Scheidung der Kindesmutter die Sorgerechtsübertragung auf die Mutter empfahl? Hat Richter Pusch gegen den Amtsermittlungsgrundsatz (§ 12 FGG) verstoßen, als er im Rahmen einer 4 Minuten dauernden Verhandlung der Mutter das Sorgerecht zusprach?
 
Wie das Schwurgericht feststellte, musste in der zweiten Ehe der Angeklagten mit ihrem nun mit angeklagten zweiten Ehemann mehrfach die Polizei ins Haus gerufen werden. Hat die Polizei über solche Einsätze dem Stadtjugendamt nicht pflichtgemäß Meldung gemacht? Kontrollbesuche des Stadtjugendamtes in der Wohnung der sorgeberechtigten Mutter wurden (wie bei Jugendämtern allgemein üblich) nach Voranmeldung durchgeführt. Glauben die Verantwortlichen wirklich, bei angemeldeten Kontrollbesuchen Anlass zu schwerwiegenden Beanstandungen oder Maßnahmen zu finden?
 
Dem Sozialarbeiter, der trotz verschiedener Hinweise von Na 
Die im vorliegenden Informationsblatt gestellten Fragen bedürfen dessen ungeachtet dringend der Klärung.
 
Die Stadt Hannover wird darüber hinaus aufgefordert, endlich auch einmal bekanntzugeben, wie viele Menschenleben die gegenwärtige Scheidungspraxis fordert, wie dies Anfang dieses Jahres in Hamburg geschehen ist, wo im Jahre 1987 jeder sechste bis siebente Tötungsdelikt eine sogenannte Trennungstat war und bei 80 % der verzeichneten Selbstmorde (367 von insgesamt 459) das Motiv in seelischen Problemen nach Trennung oder Scheidung zu finden war.
 
Verantwortlich für den Inhalt: Arthur KRAJC, In der Aul 5, 5563 Kröv / Oberregierungsrat d.D.
 
Anschrift des Bürgerbundes gegen Scheidungsunrecht e.V. (BUR):
 
BUR e.V., Postfach 120427, Bonn / Tel. 0228-662552
 

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