PAS – Texas Väter

Übersetzung von „Coping with Parental Alienation“ (Texas Fathers for Equal Rights)

 

TEXAS VÄTER FÜR GLEICHE RECHTE

 

(Datei: PAS Ratgeber)

Der Ratgeber für Väter:

Eltern-Kind Entfremdung (PAS) meistern

 
 
Nichtsorgeberechtigte Eltern sind oft dem andauernden Dilemma ausgesetzt, zu wissen wie sie auf gewisse Gehirnwäsche-Propaganda reagieren sollen, welcher Kinder durch den sorgeberechtigten Elternteil ausgesetzt sind. Jede Erwähnung des nichtsorgeberechtigten Elternteils ist in negative Worte gefasst:“faul, unverantwortlich, lieblos und geizig;“ um nur einige zu nennen.
 

 
Die Gefühle und Verhaltensmuster der Kinder, die durch diese negative Programmierung hervorgerufen werden, wurden offiziell in psychologischen Kreisen als Parental Alienation Syndrome (PAS) bezeichnet. Wenn der Elternteil der entfremdet, vollzeitigen Zugang zu den Kindern hat, können die Konsequenzen für die Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil verheerend sein. Es ist auch verheerend für das Kind, wenn das Kind zu der Realisierung kommt, dass die Hälfte seiner Identität vom „minderwertigen“ anderen Elternteil stammt.
 

 
Eltern-Kind-Entfremdung beraubt die Kinder ihres Rechts zu wissen, dass sie zwei Eltern haben, die sie lieben. Bedauerlicherweise sieht der für die Entfremdung verantwortliche Elternteil selten ein, oder kümmert es ihn, dass diese Beraubung eine Art von psychologischer Kindesmisshandlung ist. Das Leben wird schwer genug für den Zielelternteil, aber die Kinder sind die eigentlichen Opfer dieses unmündigen Verhaltens eines Elternteils mit Rachegefühlen im Kopf und Herzen.
 

 
Wie sollten nichtsorgeberechtigte Eltern reagieren, wenn sie wissen, dass die Kinder auf Hass programmiert werden ? Die menschliche Natur sagt; „gleich mit gleich – mach Gebrauch von jeder Gelegenheit das Bild umzukehren und lass die Kinder wissen, wie gerissen und berechnend der andere Elternteil in Wirklichkeit ist…welch Böses in seinem Herzen wirklich lauert!“ Natürlich ist das Problem mit dieser Lösung, dass es überhaupt keine Lösung ist; nur eine Verschärfung des Problems. Kinder brauchen nicht Eltern, die einander verteufeln.
 

 
Klarerweise muss die Lösung eine selbstauferlegte Regel enthalten, „ich werde niemals in der Gegenwart der Kinder irgendetwas schlechtes über den anderen Elternteil sagen,“ wie glanzlos diese Methode auch erscheinen mag. Kinder dürfen niemals zu Hockey-Scheiben in einem Unentschieden zwischen zwei verbitterten Erwachsenen werden; noch sollten sie in eine Lage bebracht werden, in der sie sich für eine Seite entscheiden müssen, um die Billigung eines der Eltern zu erlangen. Wo die Fakten eine negative Meinung über einen der Elternteile unterstützen, werden die Kinder schliesslich selbst zu dieser Erkenntnis kommen. In der Zwischenzeit ist der beste Weg PAS zu überwinden, fortzufahren der bestmögliche Elternteil zu sein. Wir müssen die gesamte Zeit, die wir mit den Kindern haben, in positiver, konstruktiver Weise nutzen, um zu zeigen, dass wir mündige, verantwortungsvolle und liebevolle Eltern sind. Unbestritten erfordert diese Methode, dass wir häufigen Umgang mit unseren Kindern haben und wo dieser fehlt, müssen wir zuerst daran arbeiten dieses Problem zu korrigieren.
 

 

  • Falls wir unsere Kinder nicht sehen, weil wir zu beschäftigt sind, dann müssen wir unsere Prioritäten verändern und die Kinder an die erste Stelle setzen.
     
  • Falls wir die Kinder nicht sehen, weil der Umgang gerichtlich ausgesetzt wurde, dann müssen wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen.
     

 

 

 
Die Freiwilligen, welche in unseren Stellen arbeiten, können ihre Erfahrungen mit diesem Prozess weitergeben und die Anwälte können in unseren Samstagseminaren die Details dieser Rechtsmittel erklären.
 

 
Diese rechtlichen Lösungen werden hier nicht erklärt, ausser die Möglichkeit zu erwähnen, eine gerichtliche Anordnung zu beantragen nach der die Kinder und der feindselige Elternteil sie begleiten soll, um eine Therapie zur Wiederherstellung der Eltern-Kind-Beziehung zu beginnen.[Anm. des Übersetzers: Warum nicht auch in Deutschland ?!] Falls die Therapie nicht erfolgreich ist, kann es notwendig sein, die Kinder aus der feindlichen Umgebung zu entfernen, um das Kindeswohl zu bewahren.
 

 
Nachdem wir regelmässigen Umgang mit unseren Kindern hergestellt haben, können die ersten Besuche peinlich sein, wissend, dass alles, was wir tun und sagen durch nicht so rosige Brillen gesehen werden wird. Die folgenden Ratschläge wurden einigen unseren TFER Mitglieder durch verschiedene Psychologen, Berater und Seelsorger gegeben, um die Beziehung im Gefolge von PAS wieder aufzubauen.
 

  • 1. Entwerfen Sie Ihren eigenen Aktionsplan. Wenn Sie erlauben, dass das Verhalten einer anderen Person das Ihre bestimmt, dann werden Sie durch diese Person kontrolliert. Andere Personen können Sie nur in dem Ausmass kontrollieren, das Sie zulassen. Entscheiden Sie selbst, wie Sie mit Ihren Kindern umgehen und erlauben dann niemanden Sie daran zu hindern.
     
  • 2. Definieren Sie die Bedeutung von „Ich hasse Dich!“ neu. Es ist wahrscheinlich, dass Sie diesen herzzerreissenden Satz mehr als einmal hören und es ist wesentlich für Ihre geistige Gesundheit, dass Sie Hass in die richtige Perspektive setzen. Hass ist nicht das Gegenteil von Liebe; das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit und Nichtbeachtung, Hass ist eher eine andere Dimension von Liebe…. wenn Ihr Kind schreit, „Ich hasse Dich!“ sagt es in Wirklichkeit „Ich bin immer noch stark mit Die emotional verbunden – und im Moment ist es eben negativ!“ Wenn Sie Hass in diesem Zusammenhang verstehen, dann brauchen Sie nicht total besiegt beginnen; Sie beginnen langsam, graduell damit die negativen Gefühle in positivere umzuwandeln.
     
  • 3. Machen Sie „Werbung“ für sich selbst, aber übertreiben Sie nicht. Eine Marathon-Stil Verleugnung von Anschuldigungen von denen Sie glauben, dass sie gemacht wurden, ist von geringem Nutzen. Es ist produktiver einige positive/konstruktive Samen für zukünftiges Keimen zu pflanzen und dann den Garten zu kultivieren. Helfen Sie den Kindern sich an die enge Beziehung, die Zusammengehörigkeit zu erinnern, die einst mit Ihnen existierte. Zum Beispiel: „erinnerst Du Dich als Du klein warst, wie wir zusammen zu dem Indianerprinzessin Zeltlager gingen (oder Rad fuhren, oder was immer)…. Mir hat das Freude gemacht….Dir auch ? Was hat Die dabei am besten gefallen?“ Wir können auch gewöhnliche alltägliche Ereignisse zu unserem Vorteil benutzen, zum Beispiel, wenn ein Kind bittet für es zu lügen. Wir können unsere persönlichen Werte im Kind einbringen, indem wir antworten, „Nein Liebes, ich werde nicht für Dich lügen – jedermann , der für Dich lügt wird Dich auch belügen.“
     
  • 4. Erinnern Sie sich daran, dass „Geld nicht Liebe kaufen kann“. Sie brauchen keine extravagante „Vaters Wochenende Disney Welt“ inszenieren, um die Kinder wissen zu lassen, dass Sie sie lieben. Ihre Zeit und Aufmerksamkeit bedeuten mehr als eine verschwenderische Schau, daher schränken Sie die Ausgaben auf ein Niveau ein, das Sie sich leicht leisten können. Übermässige Ausgaben signalisieren, „Du kannst mich benützen und meine finanziellen Mittel missbrauchen, im Namen der Liebe.“ Es sagt, ich bin ein Trottel und Du kannst mich durch Benutzung des Wortes Liebe manipulieren. Wenn wir zuviel ausgeben, um Zustimmung zu erlangen, empfangen wir bestenfalls falsche, vorübergehende Zuneigung und versetzen uns in die Position für zukünftige Enttäuschungen. Wir müssen vorsichtig sein, den Kindern nicht beibringen ein gewisses Mass an Unehrlichkeit oder Manipulation in Beziehungen ist in Ordnung. Statt dessen sollten wir sie mit Zeit, Zuneigung, Besorgnis und Anteilnahme verwöhnen.
     
  • 5. Disziplinieren Sie die Kinder ! Als nichtsorgeberechtigte Eltern finden wir es manchmal leichter Dinge zu tolerieren, als unpassendes Benehmen zu korrigieren und zu riskieren, dass der Hass der Kinder wieder angefacht wird. Jedoch müssen wir den Kindern ermöglichen, die natürlichen Konsequenzen ihrer Taten zu erfahren, darauf bestehend, dass sie für ihr eigenes Verhalten einstehen müssen. Lassen Sie ihnen die Grenzen und Konsequenzen nichtakzeptablen Verhaltens erkennen. Dann seien Sie bestimmt und konsequent in der Durchsetzung der Konsequenzen.
     
  • 6. Verstehen Sie den Geist von Teenagern. Sobald die Kinder in die Pubertät kommen, müssen wir lernen zwischen zurückgezogenen, rebellischen, widerwärtigen Verhalten zu unterscheiden, welches lediglich von der Tatsache herrührt, dass sie Teenager sind und dem Verhalten/Einstellungen, welche von PAS herrühren. Das „Teenager Psyche“ Kapitel des Buches „Hinter der gelben Ziegelstrasse“ von Bob Meehan (Farnsworth Publishing) wird uns helfen, uns an den inneren Konflikt zu erinnern, der durch das dringende Bedürfnis des Teenagers entsteht, ein Gefühl von Unabhängigkeit zu gewinnen, während sie noch starke emotionale Bindungen an ihre Eltern haben. Wir müssen lernen sie „loszulassen“, wenn unsere Teenager lieber mit ihren Freunden sein wollen als mit uns und wir dürfen nicht die auftauchende Unabhängigkeitssträhne mit PAS verwechseln. Nehmen Sie es nicht persönlich!
     
  • 7. Lassen Sie die Kinder nach ihrem eigenen Tempo lernen. Wenn Ihr Kind Sie gelegentlich mit einem Kommentar über den anderen Elternteil überrascht, welcher anzeigt, dass das Kind für sich selbst denkt und beginnt Dinge zu erkennen, dann müssen Sie der Versuchung widerstehen „supplementäres Denken“ anzubieten, um die Schlussfolgerungen des Kindes zu unterstützen. Das Kind muss dieses Denken eigenständig tun, mit seinem eigenen Tempo, um es bedeutungsvoll und von Dauer zu machen.
     
  • 8. Lehnen Sie es ab durch PAS verkrüppelt zu werden. Wenn wir uns selbst erlauben im obsessiven „Ich Armer“ gefangen zu werden, ergreifen wir eine Krücke, die eine Vorwärtsbewegung verhindert; dann stagnieren wir in einem Teich von Selbstmitleid und werden ineffektiv, um im besten Interesse der Kinder zu handeln. Wir reagieren, statt zu handeln. Wir müssen dieses ausgefahrene Geleise vermeiden, indem wir realistische Zeile einer Eltern-Kind-Beziehung Ziele, dann einen positiven Aktionsplan konstruieren, um das zu erreichen. Manchmal werden wir es für notwendig finden diese Ziele und den Aktionsplan zu revidieren, und das bedeutet nicht notwendigerweise, dass wir versagt haben – es bedeutet, dass wir konstruktiv mit der Realität sich stetig verändernder Umstände umgehen.
     

 

 
Wir anerkennen, dass wir die Kinder auf kurze Sicht „verloren“ haben, jetzt zielen wir auf die lange Sicht, wissend, dass es Zeit, Geduld und Hartnäckigkeit erfordern wird. Was im anderen Haushalt der Kinder passiert, ist ausserhalb unserer Kontrolle, aber wir können die effektive Kontrolle unseres eigenen Lebens übernehmen, immer suchend nach „der Ruhe die Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können, dem Mut die Dinge, die ich kann zu ändern und der Weisheit den Unterschied zu erkennen“.
 

 
Leseempfehlung:
 

The Parntal Alienation Syndrome, 2te Auflage
Von Richard A. Gardner, M.D., Cresskill, NJ. Crative Therapeutics, 1998

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